Norwegen

Norwegen – das Land der Fjorde und einzigartiger Natur

Sognefjord in Norwegen

© Paul Marx / pixelio.de

Eine herrliche Landschaft und ungezähmte Natur machen Norwegen zu einem Paradies, für diejenigen, die die Ruhe und die Einsamkeit lieben. Seit langem zieht das Land die Besucher an, die sich abseits des turbulenten Alltages nach einer kompromisslosen Einfachheit sehnen. Landschaftlich wird Norwegen durch Kontraste bestimmt, die atemberaubender, aber auch unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die Küste von langen Fjorden geprägt wird und ein zerklüftetes Panorama hinterlässt, stößt man im Hinterland auf ein Wechselspiel zwischen Bergen und langen Tälern. Zu Norwegen gehört aber nicht nur eine atemberaubende Natur. Das Land ist ebenso für eine frohe und ausgelassene Lebensart bekannt, die sich auf dem Land und in den Städten gleichermaßen zu erkennen gibt. Musik, Literatur und Kunst prägen den Alltag ebenso wie Skifahren und Fußball. Alljährlich wird in Oslo, der Hauptstadt von Norwegen, der Friedensnobelpreis verliehen.

Norwegen stellt sich vor

Nordkap in Norwegen

© Dr. Jutta Nowack / pixelio.de

Das Königreich Norwegen erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 385.155 km² und ist somit eines der flächenmäßig größten Länder in Europa. Der südlichste Punkt des Landes präsentiert sich mit Lindersnes. Lindersnes liegt fast auf dem gleichen Breitengrad wie das schottische Aberdeen. Die nördlichste Spitze von Norwegen ist das Nordkap, das das Ziel zahlreicher Abenteurer und Individualisten ist. Insgesamt präsentiert das Land eine 20.000 km lange Küste, die durch Europäisches Nordmeer, Skagerrak und Nordsee geprägt wird. Im Norden grenzt das Nördliche Eismeer an die lange Küste und hinterlässt eine Dramatik, wie sie abwechslungsreicher kaum sein könnte. Trotz der nördlichen Lage können große Teile von Norwegen heute bewohnt werden. Viele Regionen profitieren vom warmen Golfstrom, der auch in nördlichen Gefilden für ein angenehm mildes Klima sorgt. Heute leben rund 4,6 Millionen Menschen in dem nordeuropäischen Land. Die meisten wohnen in der Hauptstadt Oslo, die allein 550.000 Einwohner zählt.

Klima in Norwegen

Das Klima in Norwegen wird durch den Golfstrom begünstigt. Aus diesem Grund ist auch in den nördlichen Gefilden des Landes ein Leben nahezu problemlos möglich. Die Westküste wird von warmen Wintern und vergleichsweise kühlen Sommern geprägt. Süden und Westen verzeichnen die höchsten Durchschnittstemperaturen. In der Hauptstadt Oslo werden im Juli durchschnittlich 22° Celsius erreicht. Die kältesten Temperaturen finden sich in den Bergen von Norwegen. Vor allem in der Finnmark kann das Thermometer weit unter die 0-Grad-Marke fallen. Im Dezember 1886 wurde in der Finnmark eine Rekordtemperatur von -51,4° Celsius gemessen.

Norwegen und sein natürlicher Reichtum

Seit jeher profitiert Norwegen von den natürlichen Reichtümern, die durch Land und Seen geschaffen werden. Bis heute bilden die Fisch- und Holzindustrie das wichtigste Rückgrat der norwegischen Wirtschaft. Das Land ist reich an Seen und Wäldern. Doch auch die Küste von Norwegen hat sich als Domizil für den Fischfang behaupten können. Vor allem der Hering genießt im nordeuropäischen Land eine große Aufmerksamkeit. Norwegen ist weltweit für den Schiffsbau bekannt. In der Vergangenheit verhalf aber auch der Handel mit dem Ausland dem Land zu dem Reichtum, für den es heute bekannt ist. Im 19. Jahrhundert wurde Norwegen durch die Industrialisierung geprägt. In vielen Regionen entstanden kleine Sägewerke und Fabriken, die der Wirtschaft neue Kraft verliehen. Erst später wurden die kleinen Betriebe von großen Unternehmen, die durch Wasserkraft betrieben wurden, abgelöst. Im 20. Jahrhundert erlangte Norwegen an bisher unbekannten Reichtum. In dem Jahrhundert wurde die Ölförderung vor der Küste beschlossen, die Norwegen schließlich zu einem der reichsten Länder der Welt machte.